
Um unseren Schülern der siebten bis neunten Klasse zu zeigen, wie viel Spaß es machen kann, die im Französischunterricht erworbenen Sprachkenntnisse in der Praxis anzuwenden, luden wir Clara Delcroix vom FranceMobil ein.
Die Klassen des Französischzweigs (7a, 7f,8d, 9d) verbrachten jeweils eine Unterrichtsstunde mit der gebürtigen Französin aus Lille. Clara sprach ausschließlich Französisch mit den Schülern. Charline Terré aus Caen, die derzeit beim Bezirk Unterfranken einen Europäischen Freiwilligendienst absolviert, unterstützte sie bei der Animation.
Im Stuhlkreis lernten die Siebtklässler mithilfe von Bildkarten zunächst einige französische Wörter kennen, die deutschen Wörtern ähneln, zum Beispiel la banane, le volcan, l’éléphant, le citron oder la radio. Anschließend wurden die Klassen in die zwei Mannschaften „baguette“ und „croissant“ aufgeteilt. Die Bildkarten lagen in der Mitte des Stuhlkreises auf dem Boden. Clara nannte die zuvor eingeführten Begriffe, und jeweils zwei Schüler traten gegeneinander an: Sie suchten möglichst schnell das passende Bild und nahmen es, um Punkte für ihr Team zu sammeln.
Danach wurden beispielsweise Lieder von Künstlern wie Angèle, Jacques Dutronc und Kendji Girac abgespielt, in denen die Wörter von den Bildkarten vorkamen. Sobald jemand eines der Wörter hörte, sollte er klatschen und das gehörte Wort anschließend laut sagen.
Beim nächsten Spiel übten Schüler die französischen Wörter für Körperteile, etwa genou, tête und épaule. Dafür stellten sie sich in einen Kreis und berührten das Körperteil, das Clara nannte. Zusätzlich lagen in der Mitte einige Stifte bereit. Wenn Clara statt eines Körperteils das Wort stylo (Stift) sagte, mussten die Schüler möglichst schnell einen der Stifte aufheben, denn es gab nicht genug für alle.
Zum Abschluss ging ein großer Würfel in der Klasse herum. Wenn die Musik aus den aktuellen französischen Charts stoppte, warf die Person mit dem Würfel diesen und vervollständigte je nach Augenzahl Sätze wie Je m’appelle, J’habite, J’ai, J’aime oder Je déteste. Bei einer Sechs mussten alle fünf Sätze nacheinander gebildet werden.
Auch die Acht- und Neuntklässler spielten dieses Spiel, allerdings mit höheren Anforderungen. Sie sollten sich mit Namen, Alter und Wohnort vorstellen, von ihren Hobbys und dem kommenden Wochenende erzählen sowie die Sprachen aufzählen, die sie sprechen. Außerdem sollten sie sagen, was sie mögen oder nicht mögen und warum.
Auf dem Programm der höheren Klassen stand außerdem ein Spiel zur Geographie Frankreichs. Die Namen wichtiger französischer Städte (Toulouse, Paris, Strasbourg und Avignon, etc.) standen in Teilen auf laminierten Kärtchen. Jeder Schüler erhielt ein Kärtchen und musste das passende Gegenstück im Klassenzimmer finden. Anschließend wurden die Städtenamen im Plenum vorgelesen und auf einer Frankreichkarte verortet. Zum Schluss hörten die Klassen Lieder, in denen die zuvor behandelten Städte vorkamen. Sobald sie einen Städtenamen erkannten, sollten sie dies signalisieren.
Am Ende der abwechslungsreichen Animation beantwortete Clara den Schülern noch viele Fragen über Land und Leute.
Der Besuch des FranceMobils bereitete unseren vier Klassen viel Freude und bot eine äußerst motivierende Abwechslung vom Schulalltag.
Artikel und Fotos von Corinna Dietrich
