Vergleich IPad/Surface Pro

Zur besseren Übersicht habe ich an dieser Stelle die zwei führenden Geräte im Bereich “Tablet/Convertibles”, das IPad Pro und das Surface Pro, im Hinblick auf die Tauglichkeit als “Lehrergerät” gegenübergestellt. Der Vergleich beschränkt sich auf einzelne Punkte, die vor allem für den Einsatz an der Schule eine wichtige Rolle spielen.

Was sollte ein Lehrer-Tablet können?

Ein Lehrer-Tablet sollte möglichst alle anfallenden Aufgaben und Herausforderungen im Schulalltag meistern können. Neben grundlegenden Anforderungen wie: geringes Gewicht, lange Akkulaufzeit, gute Stifteingabe, Zuverlässigkeit usw. sind besonders im Schuleinsatz folgende Dinge wichtig:

Im Unterricht sollte die Lehrkraft mit dem neuen Gerät  in der Lage sein …

… eine Kreidetafel zu ersetzen (digitale Tafel mit Stifteingabe).
… Präsentationen für den Unterricht oder Referate anzeigen zu können.
… Arbeitsblätter und Dokumente (z.B. als PDF) mit dem Stift interaktiv bearbeiten zu können.
… Dokumentenkameras bei Bedarf zu ersetzen.
… auf das Internet / OX / Schulmanager-Online  zuzugreifen.
… Videos und Audiodateien abzuspielen.
… Schulbücher aufzurufen (BIBOX)
… für den Unterricht notwendige Programme/Apps zu nutzen.

Im Lehrerzimmer sollte die Lehrkraft mit dem neuen Gerät  in der Lage sein …

… an den eigenen Unterrichtsmaterialien zu arbeiten.
… Arbeitsblätter o.ä. am Kopierer/Drucker auszudrucken.
… auf das Internet zuzugreifen (OX, Schulmanager-Online etc.)

Zuhause sollte die Lehrkraft mit dem neuen Gerät  in der Lage sein …

… den eigenen Unterricht vorbereiten
… Leistungsnachweise erstellen
… auf das Internet zugreifen (OX, Schulmanager-Online etc.)

Stärken und Schwächen von IPad und Surface Pro

Apple – IPad

Stärken und Schwächen

  • Sehr gutes Tablet mit hoher Benutzerfreundlichkeit; in weiten Teilen sehr intuitiv. Für Lehrkräfte mit wenig Erfahrung mit Computern, kann der Umgang mit einem IPad u.U. leichter fallen. Das IPad wirkt zwar wie eine Alternative zum Laptop, jedoch bietet das Gerät trotz Tastatur und Verbesserungen beim Multitasking keinen “echten” Ersatz für einen vollwertigen Laptop. Für effizientes Arbeiten fehlt die Unterstützung vollwertiger Programme und eine “echte” Mausunterstützung.

  • Sehr gute Akkulaufzeit (18 Stunden durchgehende Videowiedergabe; hält locker einen Unterrichtstag durch)

  • Zugriff auf eine sehr große Auswahl an APPS auch aus dem Bildungsbereich. (z.T. kostenpflichtig); vollwertige Programme werden nicht unterstützt (z.B. Solid Edge o.ä.) und vergleichbare APPS (z.B. Word, Powerpoint etc.) untersützen meist nicht alle Funktionen.

  • Gleiche Geräteklasse wie die angeschafften Tablet-Koffer. Kann die Nutzung der Tablet-Koffer mit Klassen erleichtern. Normalerweise sollte jedoch bei den Tablet-Koffern ein “Lehrer-Tablet” mit Administrator-Funktionen bereitliegen; APPS, die man gerne mit der Klasse nutzen möchte, können nur unter gewissem Aufwand auf die Tablets der Schüler aufgespielt werden. (Mögliche Probleme: viele APPS sind kostenpflichtig; die Konformität mit dem Datenschutz MUSS vor der Verwendung geklärt sein);

  • Externe Datenspeicher (USB-Sticks) können (i.d.R. mit zusätzlichem Adapter) verwendet werden. Wichtig: Es muss geprüft werden, ob die Kopierer in der Schule nur das Dateisystem FAT32 unterstützen. Sollte das der Fall sein, wäre es nicht möglich, z.B. ein Arbeitsblatt vom IPad auf einen Stick zu ziehen und dieses direkt am Kopierer auszudrucken.

  • Der Austausch von Daten etwa mithilfe von USB-Sticks ist mit dem IPad zwar seit kurzem möglich, jedoch mit einigen Einschränkungen verbunden. So ist für die bisher verbreiteten USB-Sticks ein Adapter notwendig. Zudem kann es sein, dass beispielsweise der USB-Stick eines Schülers, der sein Referat per Powerpoint präsentieren möchte, aufgrund des Dateisystems nicht erkannt wird.

  • Die originale Tastatur ist schlechter als die des Surface Pro; ein Touchpad, wie bei einem Laptop gibt es wegen der fehlenden Mausunterstützung nicht; das IPad kann nur in zwei Positionen aufrecht gestellt werden.

  • Hervorragende Stifteingabe, er Stift lässt sich jederzeit an der Geräteseite komfortabel laden; Schreibgefühl mit harter Stiftspitze auf Glas ist gewöhnungsbedürftig.

Microsoft – Surface Pro

Stärken und Schwächen

  • Echter Laptop-Ersatz: Das Surface läuft mit Windows 10 und ist damit ein vollwertiger Computer. Gleichzeitig kann das Gerät aber auch wie ein Tablet genutzt werden (mit Stifteingabe/Mobilität/sofort an). Wenn man zuhause arbeitet, kann man das Surface z.B. an einen vorhandenen großen Bildschirm anschließen und mit separater Tastatur und Maus wie einen Desktop-Rechner verwenden. Beim Medienkonsum (Surfen, Ebooks Lesen, Videos schauen, Apps nutzen usw.) ist das Ipad dem Surface an einigen Stellen überlegen, da es komfortabler als klassisches Tablet genutzt werden kann (betrifft eher die private Nutzung, nicht den dienstlichen Einsatz)

  • gute Akkulaufzeit (11 Std. durchgehende Videowiedergabe; hält locker einen Unterrichtstag durch)

  • Unterstützt vollwertige Programme ohne Einschränkungen (Solid Edge, Office-Programme etc.); Jede Lehrkraft hat kostenlos Zugriff auf das Office 365-ABO und damit auf die Vollversionen der Office Programme Word, Powerpoint, Excel etc.; Außerdem steht 1 Terabyre Cloudspeicher zur Verfügung (Onedrive); die Auswahl der verfügbaren APPS ist wesentlich geringer als beim IPad; die APPS sind meist nicht so gut für die Touchbedienung ausgerichtet wie beim IPad

  • Externe Datenspeicher (USB-Sticks) können ohne Einschränkungen verwendet werden, um etwa Arbeitsblätter zum Kopieren auf einen Stick zu ziehen;

  • Der Austausch von Daten über einen USB-Stick ist ohne Einschränkungen und ohne Adapter möglich. Nahezu alle Schüler bringen ihre Referate auf USB Sticks mit, die vom Surface gelesen werden können. APPLE Dateisysteme werden jedoch nicht unterstützt.

  • Die originale Tastatur ist besser als die des IPads, ist beleuchtet und hat ein Touchpad; Das Surface Pro lässt sich in jede beliebige Position aufstellen

  • Sehr gute Stifteingabe; Stiftspitze ist eher weich und aus Gummi und hat damit auf dem Glas mehr Reibungswiderstand; Die Stiftspitze kann gewechselt werden, die Rückseite des Stifts dient als “Radiergummi”; die Batterie des Stiftes kann nicht geladen werden, daher sind Wechselbaterrien sinnvoll. (aus eigener Erfahrung: musste seit über einem Schuljahr die Batterien trotz täglicher Nutzung nicht wechseln)