#wirbleibenzuhause

Die aktuelle Ausbreitung des Corona-Virus stellt viele Länder der Welt vor eine gewaltige Herausforderung. In Deutschland weisen Wissenschaftler, Politiker und Experten seit Wochen auf den Ernst der Lage hin und mit der Schließung von Schulen, Kindergärten, Geschäften usw. hat das Bundesland Bayern erste drastische Maßnahmen ergriffen, um die weitere Ausbreitung des Virus möglichst zu verlangsamen. Leider ist noch nicht allen Menschen der Ernst der Lage bewusst geworden.

Das zeigt sich etwa dann, wenn auf der einen Seite Schulen geschlossen werden, um die Ansteckung innerhalb der Klassen zu vermeiden, aber auf der anderen Seite Schüler sich zum gemeinsamen Fußballspielen treffen.

Daher möchten wir alle Schülerinnen und Schüler sowie die gesamte Schulfamilie der WSR dazu animieren die Aktion des Bundesministeriums für Gesundheit #WirBleibenZuhause zu unterstützen.

Worum geht es ?

Alle ergriffenen Maßnahmen verfolgen ein einziges Ziel: die Ausbreitung des Corona-Virus soll verlangsamt werden, damit die Zahl der schweren Erkrankungen nicht so schnell und so stark ansteigt und die Krankenhäuser nicht überlastet werden.

Ich gehöre doch nicht zur Risikogruppe, warum soll ich dann zuhause bleiben?

Auch wenn junge Menschen, die sich mit dem Corona-Virus anstecken, meist von schweren Krankheitsverläufen verschont bleiben, können sie zur Gefahr für andere werden. Im Falle einer Ansteckung könntest du also unbemerkt das Virus weiter verbreiten und damit sehr viele Menschen aus der Risikogruppe (= ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen) in große Gefahr bringen.

Bringt das zuhause bleiben überhaupt etwas ?

Aktuell verbreitet sich das Virus mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit in ganz Deutschland. Man spricht hier von einem expotentiellem Wachstum. Das folgende Schaubild soll das vereinfacht darstellen:

Angenommen, du hast dich mit dem Corona-Virus infiziert, bemerkst dies aber noch nicht (weil du noch keine Krankheitszeichen zeigst). Nun triffst du dich mit 6 Freunden zum Fußballspielen im Park. Durchschnittlich steckt eine erkrankte Person etwa 2 bis 3 andere Personen an. Wenn du also bei diesem vermeintlich harmlosen Fußballspiel rund 2-3 Freunde angesteckt hast, so werden deine Freunde selbst wiederum jeweils etwa 2-3 Menschen anstecken. So verbreitet sich das Virus unbemerkt von Tag zu Tag. Nach 30 Tagen hast du durch dein Fußballspiel das Virus unbemerkt an rund 406 Personen weitergegeben und diese angesteckt.

Und unter diesen Personen können auch Menschen aus den Risikogruppen sein, für die das Virus sogar lebensgefährlich sein kann.

Ich möchte niemanden anderen gefährden, was soll ich also tun?

#WirBleibenZuhause

Die Lösung ist einfach und schwierig zugleich.

Es ist einfach, weil es genügt, dass du den Kontakt zu anderen (außer den Eltern und Geschwistern) vermeidest. Dadurch wird diese Kettenreaktion duchbrochen und irgendwann werden die Ansteckungszahlen zurückgehen. Das Schaubild zeigt, welche enormen Auswirkungen es hat, wenn du deine Kontakte zu anderen halbierst oder um 75 Prozent einschränkst.

Es ist sogleich aber schwer, weil das einen großen Einschnitt im Alltag darstellt. Gerade im Frühling, wenn es wärmer wird, möchte man sich mit Freunden treffen, seine Großeltern besuchen und die Freizeit genießen.

Mit diesem Verzicht helfen wir aber alle mit, dass am Ende sehr viele Menschen nicht erkranken und die Krise hoffentlich bald überwunden sein wird, sodass wir uns wieder unbeschwert mit unseren Familien und Freunden treffen können.

Während des Verfassens dieses Beitrages wurden für Bayern Ausgangsbeschränkungen erlassen, die unbedingt zu beachten sind!